Konzept

 

Die Sammlung im Jahr 2015

Nach neunjähriger Sammlungstätigkeit ist der Fundus des Schulmuseums sehr ansehnlich geworden. Das Schulhaus als Permanentausstellung konnte wunschgemäss eingerichtet werden. Seit 2001 konnten zwei thematische Ausstellungen realisiert werden und verschiedene zur Ausleihe angebotenen Museumskoffer aus dem eigenen Sammlungsgut bestückt werden. Die Sammlung umfasst heute bereits genug Objekte um weitere Ausstellungen zu verwirklichen.

Die Sammlungstätigkeit verfolgt im Weiteren das Ziel, umfassend genug zu werden um die thurgauische Schulgeschichte repräsentativ zu belegen.  Zwei unterschiedliche Sammelstrategien werden verfolgt: exemplarisches Sammeln um genügend Objekte am Lager zu haben für weitere Ausstellungen und umfangreiche geschichtliche Dokumentationen die in manchen Bereichen gesammelt werden bis zur Vollständigkeit. Aus diesen Sammlungsstrategien definiert sich eine Nebensammlung und eine Kernsammlung. Der Entscheid, auf den Ausbau bestimmter Teilbereiche der Sammlung zu verzichten, ist zeitgleich mit der Vernetzung anderer schulgeschichtlichen Sammlungen in der Schweiz erfolgt (Schweizer Kindermuseum in Baden, Berner und Waadtländer Sammlung für Schulgeschichte etc.)

Die Sammlung des Schulmuseums Mühlebach in Amriswil wird aufgebaut aus dem Schulgut der thurgauischen Volksschule und exemplarisch ergänzt mit ausserkantonalen  Schulutensilien. Sie ist zeitlich begrenzt von der Helvetik, der Aufbauzeit der staatlichen Volksschule, bis zur Gegenwart (200 Jahre Schulgeschichte). Zur Hauptsache ist die Sammlung schülerorientiert aber auch Nachlässe von Lehrpersonen sind vorhanden.

Die Kernsammlung ist wie folgt aufgebaut:

1. Schülerarbeiten: Hefte, Zeichnungen, Probe- und Schönschriften, Poesiealben, Werkarbeiten, Spickzettel, Kritzeleien, Löschblattnotizen, Heftumschläge u.v.m.
2. Schülereffekten: Persönliches Werkzeug (Tafeln, Schreibwerkzeug, Spitzer, Rechenhilfsmittel, Taschenrechner, Rechenschieber, Tabellen), Reisszeug, Winkeldreieck, Transporteur, Lineal), Verbrauchsmaterial (Tinte, leere Hefte, Schwamm), Kleidung (Ärmelschoner, Schürzen, Sicherheitswesten, - streifen), Transportbehälter (Tornister, Griffelschachtel, Etui, Turnsack, Znünisack) und Dokumente (Zeugnisse, Fotos).
3. Schülerdokumente: Zeugnisse, Auszeichnungen und Fotos.
4. a) Lehrmittel (im Thurgau gebraucht): Bücher, Textkarten, Vorschriften (Schreibvorlagen), Zeichenvorlagen, Wandbilder (zu den Lehrmitteln gehörend), Arbeitsblätter, Wand- und Schülerkarten, Bildträger, gerahmte Bilder, Schulwandbilder (im TG-LM-Verz. empfohlen), Dias, Streifendias, Filme, DVDs, Tonträger wie Tonbänder, Schallplatten, CDs; Lehrmittel dreidimensional, Lesekasten, Lesekino, Lesespiele, Arbeitskasten, Profax, Schüler-Zählrahmen, Geometrische Körper, Stäbchen, Rechentabellen, Spielgeld, Profax, Rechenspiele, Zählbretter, Heerwürfel, Bruchrechenscheibe, Hohlmasse, Reliefe, Globus, Moltonwand-Bilder, Sandkasten, Puzzles, Steinsammlung, Botanik, Zoologie, Anthropologie; Bewegliche Schautafeln, Schaukästen, Chemische Präparatesammlungen und Experimentierkästen, physikalische Modelle.
4. b) Ausserkantonale Lehrbücher: Fibeln (Lesen und Rechnen), 2. Klasse Lesebücher, 5. Klasse Lesebücher (enthalten Kantons-Heimatkunde).
5. Werken, (Erfindungen) von Thurgauer Lehrkräften.