Rückblick

 

Wechselausstellungen Tatort Schule (2001 bis 2006)

Die erste Ausstellung des Schulmuseums war von 2002 bis 2006 zu sehen. Ein Schwerpunkt wurde auf die 1920er und 1930er Jahre gesetzt. In den einzelnen Erlebnisräumen wurden die Anfänge der individualisierten Schule und das reformpädagogische Prinzip der Arbeitsschule dokumentiert.
Die Ausstellung im Erdgeschoss, in einer der ehemaligen Lehrerwohnungen, führte durch eine Lernreise jenseits von Lesen und Schreiben. Wer erinnert sich nicht an seine erste Schulreise, an den ersten Versuch, einen Topflappen zu häkeln, an die ersten Hobelarbeiten? Wieso sind solche Erfahrungen für viele eindrücklicher als so manche Stunden, die sie mit Lesen, Rechnen und Schreiben in der Schule verbrachten?

Erleben – Erfahren, Greifen – Begreifen, Messen – Vermessen sowie gemessen werden lauteten die Etappen der Wechselausstellung. Geboten wurde ein vertiefter Einblick in die 1920er- und 1930er-Jahre. War die Schule im 18. und 19. Jahrhundert entstanden, hat sie sich zu Beginn des 20. Jahrhundert weiterentwickelt. Um 1900 wurden in vielen Ländern Europas im Rahmen der sogenannten Reformpädagogik Tatschulen statt Buchschulen gefordert. Kunsterziehung, Arbeitsschule, Jugendbewegung, kurzum Lebensreform lauteten die Schlagworte.

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Sonderausstellung Schulwandbilder 2009

Im Rahmen des Jubiläums 175-Jahre Volksschule Thurgau stellte das Schulmuseum Schulwandbilder aus in den Räumen der PH Thurgau in Kreuzlingen.

Sonderausstellung Weihnachtskrippen 2010

Im Dezember 2010 fand im Schulmuseum die Sonderausstellung der Krippensammlung von Brighit Stahel statt. Die Mutter von Brighit, Nelly Stahel (1907–1981), hatte die Sammlung aufgebaut. Sie umfasst rund 150 ganz unterschiedliche Krippen aus Europa, Afrika, Südamerika und Asien. Die vielfältigen und zum Teil sehr eigenwilligen Darstellungen der Geburt Christi zeigten eindrücklich, wie verschieden sich jede Zeit und jede Kultur die Weihnachtsgeschichte vorstellte.

Aller Anfang ist schwer−ABC und 1x1 (2006 bis 2012)

Im Zentrum der im August 2006 eröffneten Ausstellung standen die Kerndisziplinen Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Besucher und Besucherinnen begaben sich auf eine Zeitreise. Einige ausgewählte Kapitel der 200-jährigen Entwicklung der Volksschule zeigten die «schwierigen Anfänge» der Schule auf. Was täten wir ohne Buchstaben und Zahlen? Wann ist ein Kind schulreif? Wie entwickelte sich die Buchschule zur staatlichen Volksschule? Welche Welten eröffnen sich Kindern, nach der ersten Begegnung mit dem Alphabet?
Was leisten 14-Jährige beim PISA-Test? Wie lernen Kinder mit Zahlen und deren komplexen Operationen im Rechnen umzugehen? Variantenreich wurden die schulgeschichtlichen Themen unter Einsatz modernster technischer Hilfsmittel aufgezeigt. Neun Räume und Aktionsecken waren vom Leiter der Sammlung, Dr. Alfons Bieger und seinem Team eingerichtet worden. Eine kleine Ausstellungsbroschüre führte Einzelbesucher durch die einzelnen Räume und Themen.