Rückblick

 

Fleiss und Schweiss (2018 bis 2022)

Vo de NĂ€schi und de Hobli zum textilen und technischen Gestalten

Handwerkliches Arbeiten mit Textilien hat in Thurgauer Schulen eine 170-jÀhrige Tradition. Werken mit Karton, Holz und Metall wird seit rund 100 Jahren unterrichtet.
Die AusfĂŒhrung mancher Arbeiten hat sich ĂŒber diese Zeitspanne kaum verĂ€ndert – die erzieherischen Zielsetzungen des Unterrichtes hingegen schon.
Unterricht in Handarbeit und Werken galt jahrzehntelang als Vorbereitung auf die TÀtigkeit als Hausfrau oder auf einen handwerklichen Beruf. Er sollte Tugenden wie Fleiss, Sparsamkeit und Sauberkeit fördern.
Neue Materialien, neue Techniken und verĂ€nderte gesellschaftliche BedĂŒrfnisse haben seither den Stellenwert des handwerklichen Produzierens verĂ€ndert. Ist es heute noch sinnvoll im Unterricht traditionelle handwerkliche Fertigkeiten zu vermitteln? Machen industrielle Fertigung und Roboter das Handwerk ĂŒberflĂŒssig? Der aktuell eingefĂŒhrte Lehrplan Volksschule Thurgau (Lehrplan 21) jedenfalls hat das Handwerk erneut aufgenommen. Haben textiles und technisches Gestalten eine Zukunft? Die Ausstellung regte die Diskussion ĂŒber diese Fragen an.Ausstellungsteam: Dr. Alfons Bieger, Dr. Hans Weber, Rita NĂŒesch, Edi KĂ€ser, Frauke Dammert, Brigitte Urwyler und Yvonne Joos

Video zur Ausstellung auf YouTube.

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Ansichtssache – Das Bild in der Schule (Wechselausstellung 2012 bis 2018)

Bilder sind im Schulunterricht unentbehrlich geworden, auch wenn Wort und Text weiterhin dominieren. Die LehrkrĂ€fte waren sich in der Bildungsgeschichte keineswegs immer einig ĂŒber den erzieherischen Nutzen der Bilder. Die einen preisen sie noch heute als wertvolle Anschauungsmittel, wĂ€hrend andere hingegen vor der Gefahr der Wirklichkeitsverzerrung, ja gar der Manipulation warnen. Sie wollen die Schulkinder die Welt lieber erfahren, erfĂŒhlen und erleben lassen als ihnen diese mit Bildern erklĂ€ren. Die Ausstellung macht einen Streifzug durch die Geschichte der Bildproduktion, der Entwicklung der Bildprojektion und ganz besonders des Bildeinsatzes in der Schule. Vor allem aber will sie die von den PĂ€dagoginnen und PĂ€dagogen eingeleitete Diskussion um den Bildungswert des Bildes vertiefen und zu bilderkritischem Denken anregen. Bilder sind Ansichtssache.

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Aller Anfang ist schwer−ABC und 1x1 (Wechselausstellung 2006 bis 2012)

Im Zentrum der im August 2006 eröffneten Ausstellung standen die Kerndisziplinen Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Besucher und Besucherinnen begaben sich auf eine Zeitreise. Einige ausgewÀhlte Kapitel der 200-jÀhrigen Entwicklung der Volksschule zeigten die «schwierigen AnfÀnge» der Schule auf. Was tÀten wir ohne Buchstaben und Zahlen? Wann ist ein Kind schulreif? Wie entwickelte sich die Buchschule zur staatlichen Volksschule? Welche Welten eröffnen sich Kindern, nach der ersten Begegnung mit dem Alphabet?
Was leisten 14-JĂ€hrige beim PISA-Test? Wie lernen Kinder mit Zahlen und deren komplexen Operationen im Rechnen umzugehen? Variantenreich wurden die schulgeschichtlichen Themen unter Einsatz modernster technischer Hilfsmittel aufgezeigt. Neun RĂ€ume und Aktionsecken waren vom Leiter der Sammlung, Dr. Alfons Bieger und seinem Team eingerichtet worden. Eine kleine AusstellungsbroschĂŒre fĂŒhrte Einzelbesucher durch die einzelnen RĂ€ume und Themen.

Sonderausstellung Weihnachtskrippen 2010

Im Dezember 2010 fand im Schulmuseum die Sonderausstellung der Krippensammlung von Brighit Stahel statt. Die Mutter von Brighit, Nelly Stahel (1907–1981), hatte die Sammlung aufgebaut. Sie umfasst rund 150 ganz unterschiedliche Krippen aus Europa, Afrika, SĂŒdamerika und Asien. Die vielfĂ€ltigen und zum Teil sehr eigenwilligen Darstellungen der Geburt Christi zeigten eindrĂŒcklich, wie verschieden sich jede Zeit und jede Kultur die Weihnachtsgeschichte vorstellte.

Sonderausstellung Schulwandbilder 2009

Im Rahmen des JubilÀums 175-Jahre Volksschule Thurgau stellte das Schulmuseum Schulwandbilder aus in den RÀumen der PH Thurgau in Kreuzlingen.

Tatort Schule (Wechselausstellung 2001 bis 2006)

Die erste Ausstellung des Schulmuseums war von 2002 bis 2006 zu sehen. Ein Schwerpunkt wurde auf die 1920er und 1930er Jahre gesetzt. In den einzelnen ErlebnisrÀumen wurden die AnfÀnge der individualisierten Schule und das reformpÀdagogische Prinzip der Arbeitsschule dokumentiert.
Die Ausstellung im Erdgeschoss, in einer der ehemaligen Lehrerwohnungen, fĂŒhrte durch eine Lernreise jenseits von Lesen und Schreiben. Wer erinnert sich nicht an seine erste Schulreise, an den ersten Versuch, einen Topflappen zu hĂ€keln, an die ersten Hobelarbeiten? Wieso sind solche Erfahrungen fĂŒr viele eindrĂŒcklicher als so manche Stunden, die sie mit Lesen, Rechnen und Schreiben in der Schule verbrachten?

Erleben – Erfahren, Greifen – Begreifen, Messen – Vermessen sowie gemessen werden lauteten die Etappen der Wechselausstellung. Geboten wurde ein vertiefter Einblick in die 1920er- und 1930er-Jahre. War die Schule im 18. und 19. Jahrhundert entstanden, hat sie sich zu Beginn des 20. Jahrhundert weiterentwickelt. Um 1900 wurden in vielen LĂ€ndern Europas im Rahmen der sogenannten ReformpĂ€dagogik Tatschulen statt Buchschulen gefordert. Kunsterziehung, Arbeitsschule, Jugendbewegung, kurzum Lebensreform lauteten die Schlagworte.

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